
Flexibles DC-Netz für die Elektromobilität
Aufgabenstellung
Die wachsende Elektromobilität erfordert eine intelligentere Infrastruktur: Batterie-Ladestationen müssen optimal in das stationäre Energienetz integriert werden. Notwendig ist ein übergreifendes Ladekonzept für unterschiedliche Fahrzeugtypen. Hierfür praxistaugliche Lösungen zu entwickeln und somit die Verkehrswende zu beschleunigen, ist das Ziel des Projekts „eMobiGrid“, bei dem fünf Partner zusammenarbeiten und das vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert wird.
Lösungskonzept
Verknüpfung stationärer und mobiler Batteriespeicher auf der Grundlage eines flexiblen und skalierbaren lokalen Gleichspannungs-(DC-)Netzes mit folgenden Eigenschaften:
- Eignung für unterschiedliche Fahrzeugtypen
- Intelligente Kopplung
- Bidirektionale Kopplung
Gesellschaftlicher Nutzen
- Beschleunigung des Ausbaus der Ladeinfrastruktur in der Fläche
- Steigerung des Nutzungsgrads erneuerbarerer Energien
- Absicherung der Energieversorgung
Technische Lösung

Modul 1
Verschaltbarer bidirektionaler DC/DC-Wandler
Partner:
Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB Abteilung Intelligente Energiesysteme, Gruppe DC-Netze, Erlangen
Modul 2
Intelligentes Messsystem (iMSYs) und Fahrplansteuerung über aktive externe Marktteilnehmer (aEMT)
Partner:
EnQS GmbH, Karlsruhe
Lehrstuhl für Mess- und Regeltechnik am Zentrum für Energietechnik der Universität Bayreuth, Bayreuth
Modul 3
Leittechnik und Systemintegration mit Hardwarein-the-Loop (HiL)
Partner:
EnQS GmbH, Karlsruhe
Lehrstuhl für Mess- und Regeltechnik am Zentrum für Energietechnik der Universität Bayreuth, Bayreuth
Modul 4
Netzverknüpfungseinrichtung
Partner:
Richter R&W Steuerungstechnik GmbH, Ahorntal
eCharge Hardy Barth GmbH, Birgland-Schwend
Ergebnisse der Konzeptphase
- Auswahl speicherprogrammierbarer Steuerungen (SPS) als industriekonforme Technologie für die Umsetzung
- Festlegung auf Edge-Computer für die modellprädiktive Regelung
- Gemischt-ganzzahlige lineare Optimierung
- Rückfall-Heuristik auf SPS für ausfallsichere Regelung
- Einsatz von KI-Modellen für die Prognose von PV-Leistungen und Lastgängen
- aEMT zusätzlich zur Netzsteuerung als Aggregator für Wetter- und Preisdaten
- Skalierbarkeit der Ladepunktleistung durch dynamisches Zusammenschalten verschiedener Leistungselektroniken
- Gateway für Ansteuerung der verschiedenen Leistungselektroniken und deren Schaltmatrix
- Entwicklung eines DC/DC-Wandlers für die Netzverknüpfungseinrichtung ohne klassische galvanische Trennung
- Umbau eines Gabelstaplers mit CCS als Konzeptdemonstration
- Verwendung der ISO 15118-20 für optimiert geregeltes, bidirektionales Laden
Dieses Projekt wird im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität des BMDV mit insgesamt 2.940.029 Euro durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert.
Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.
Einzigartiges Kompetenzportfolio der Projektpartner
- Gerätetechnische Lösungen für Elektromobilität und Energietechnik
- Automatisierungstechnische Systemlösungen
- Leistungselektronik und Batterietechnik
- Technische Energiemanagementsysteme
- Sicherheitskonforme technische Kommunikation in der Energietechnik
- Wallboxen und Ladesäulen
Das Konsortium
Fördermittelgeber





